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"«Das Nibelungenlied» - Neu erzählt von Franz Fühmann"

Par Morgane Deutsch : Elève - ENS de Lyon
Publié par Marie Laure Durand le 04/12/2013
Alors que le ((Nibelungenlied)) est resté tabou pendant des années après la lecture qu’en ont fait les nazis, Franz Fühmann en propose en 1971 une version destinée au jeune public. Le mythe peut être lu à l’aune de la réalité de l’époque en RDA. Jahrelang wurde nach der Nazi-Zeit über ((das Nibelungenlied)) nichts geschrieben, bis Franz Fühmann eine Kinderversion verfasste.

I. Zum Werk Das Nibelungenlied

1. Inhaltsangabe

Das Werk Das Nibelungenlied - Neu erzählt von Franz Fühmann gestaltet sich wie beim mittelalterlichen Epos in Aventüren (bei Fühmann sind es neununddreißig), die sich in zwei Teile gliedern lassen: Der erste besteht aus den ersten sechzehn Aventüren und könnte wie Fritz Langs Stummfilm Siegfried betitelt werden, und der zweite hieße dann Kriemhilds Rache.

Im ersten Teil, der in Siegfrieds Tod mündet, werden die Hauptfiguren Kriemhild und Siegfried vorgestellt und gleich am Anfang des Romans macht die Vorwegnahme des Erzählers den Leser auf das unheilvolle Ende der Geschichte aufmerksam. Siegfried, der aus Xanten in Niederland stammt, reist nach Worms im Burgundenreich, Kriemhilds Heimat, um sie zu erobern, weil sie als schönstes und erlesenes Mädchen gilt. Bei seiner Ankunft wird er von Hagen von Tronje als derjenige dargestellt, der den Drachen getötet hat und in seinem Blut gebadet hat, deshalb sei er unbesiegbar; er herrsche außerdem über die Nibelungen und den Nibelungenschatz, auch „Hort“ genannt. Letzten Endes schließen die Könige von Worms, Kriemhilds Brüder, und Siegfried die Blutsbrüderschaft. Siegfried liebt Kriemhild, bevor er sie zu Gesicht bekommt, und sie erwidert diese Liebe. Nachdem der Held die Sachsen im Krieg besiegt hat, erblickt Siegfried endlich die verehrte Frau bei den Feierlichkeiten zu Pfingsten, und König Gunther, einer der drei Brüder, willigt aus strategischen Gründen in die Heirat zwischen Siegfried und Kriemhild ein, denn somit sichert er sich einen starken Alliierten. Gunther entschließt sich dann dazu, Brünhild, Islands Fürstin, zu erobern, doch diese wird sich erst dann ihrem Verehrer ergeben, wenn er sie bei einem Turnier – Steinwerfen, Weitsprung, Speerwerfen – schlägt. Gunther kann sie nur mit der Hilfe Siegfrieds und dessen Tarnhaut erobern; dabei gibt Siegfried vor, Gunthers Lehnsmann zu sein. Der Held stattet dann den Nibelungen einen Besuch ab und erinnert sich dabei an seine Abenteuer – den Sieg gegen Schilbung und Nibelung, den Schatz, das Bad im Drachenblut, seine Liebschaft mit Brünhild – und bildet ein Heer mit den Nibelungen, um Brünhild dazu zu zwingen, nach Worms zu ziehen. Diese unterwirft sich schließlich und auch bei den nächtlichen Annäherungsversuchen von Gunther, zu denen sich die Islandfürstin weigert, hilft Siegfried dem König dank der Tarnhaut und zwingt Brünhild dazu, zahm zu werden. Siegfried, Kriemhild, Gunther und Brünhild feiern ihre Vermählung gemeinsam und die Hochzeitsfeierlichkeiten dauern ganze zwei Wochen. Der Held kehrt dann zurück in seine Heimat mit seiner Frau, sein Vater gibt ihm die Krone weiter und er regiert zehn Jahre lang friedlich über Xanten. Während dieses Jahrzehnts denkt Brünhild scharf nach, denn sie hat das Gefühl, hintergangen worden zu sein, als Gunther sie eroberte, und ist sich sicher, dass Siegfried eine entscheidende Rolle dabei gespielt hat. Sie überzeugt ihren Mann, Siegfried und Kriemhild nach Burgund zum Fest der Sonnenwende einzuladen. Der König von Xanten nimmt die Einladung an. Er kommt mit Kriemhild an Gunthers Hof an. Am elften Tag des Fests bricht ein Streit zwischen den zwei Königinnen aus. Sie streiten dabei um das Geschlecht ihres jeweiligen Mannes, denn Brünhild denkt immer noch, Siegfried sei Gunthers Vassal. Dabei verplappert sich Kriemhild und offenbart, dass es eigentlich Siegfried war, der ihre Jungfräulichkeit wegnahm, und nicht Gunther, und beschimpft sie als Hure. Siegfried und Gunther wollen natürlich den Schein wahren und spielen Brünhild etwas vor: Gunther meint, diese Behauptungen seien erfunden und Siegfried versichert allen, er wolle seine Frau dafür bestrafen. Hagen von Tronje schlägt aber Brünhild vor, sie zu rächen und Siegfried zu töten, weil er ansonsten Burgund erobern wolle. Als die Sachsen ihnen dann erneut den Krieg erklären und die Ritter sie bekämpfen müssen, fragt Hagen Kriemhild nach Siegfrieds wunder Stelle, angeblich um ihn zu beschützen: Sie verrät ihm, dass Siegfrieds einzig verwundbare Stelle am Körper zwischen den Schultern liegt, weil ein Lindenblatt darauf gefallen war, als er im Drachenblut badete. Somit unterzeichnet Kriemhild unwissend Siegfrieds Todesurteil. Der Krieg wird abgesagt, doch die Ritter unternehmen eine Jagd-Partie, Hagen und Worms Könige verschwören sich gegen den Helden: Hagen vergisst absichtlich die Getränke und lockt Siegfried somit zu einer Quelle, bei der er, Hagen, als der Held etwas Wasser trinkt, ihn von hinten erschlägt.

Ein zweiter Teil könnte hier also mit dem Bild Kriemhilds anfangen, die schwört, sich und Siegfried zu rächen, als sie seine Leiche vor ihrer Tür entdeckt, denn da haben Hagen und Gunther den Körper feige abgestellt. Siegfrieds Vater Siegmund, der viele Jahre lang auch in Burgund in der Nähe seines Sohnes gelebt hat, entschließt sich, nach Xanten zurückzureisen und versucht, Kriemhild davon zu überzeugen, mit ihm fortzugehen. Kriemhild weiß ganz genau, wer Siegfrieds Mörder sind und hasst dafür auch ihre Brüder und Hagen. Doch ihr jüngster Bruder Giselher überredet sie, in Burgund zu bleiben. Vier Jahre später wollen Hagen und Gunther den Nibelungenhort nach Worms holen und müssen dazu Kriemhilds Vertrauen zurückgewinnen. Giselher überredet sie, sich mit Gunther zu versöhnen, und sie willigt darin ein, nur Hagen wird sie nie verzeihen. Mit der Versöhnung stimmt Kriemhild zu, den Schatz nach Worms zu holen. Sie ist sehr großzügig und verschenkt viele ihrer Schätze, was Hagen nicht befürwortet. Deshalb stiehlt er den Schatz und versenkt ihn im Rhein bei Lochheim. Kriemhild ist verzweifelt, weiß sich aber nicht zu helfen; so vergehen dreizehn Jahre. König Etzel, der über die Hunnen herrscht, möchte um Kriemhilds Hand werben und da Burgunds drei Könige einverstanden sind, wird ihre Schwester mit Etzel vermählt; sie sagt zu, weil sie hofft, sich dank ihrer neugewonnenen Macht rächen zu können. Sieben Jahre später bringt Kriemhild einen Sohn zur Welt, Ortlieb. Dreizehn Jahre vergehen wieder und sie möchte ihre Brüder endlich wiedersehen; auch Hagen und die Nibelungen werden ins Hunnenland eingeladen. Die Reise zu Kriemhilds neuer Heimat ist von vielen Kämpfen und Morden begleitet – Hagen tötet Elmerichs Bruder und mit der Hilfe von Dankwart erschlägt er auch Gelpfart –, doch schließlich kommen sie bei den Hunnen an. Kriemhild wird erneut von Hagen gekränkt, denn er steht nicht auf, als sie ihn darum bittet, und außerdem trägt er Balmung, Siegfrieds Schwert. Kriemhild heuert Bloedel an, um Hagen zu töten, doch dieser provoziert ihn und erreicht nur, dass der Krieg zwischen den Hunnen und den Burgunden ausbricht. Nach vielen Kämpfen lebt Hagen immer noch, also soll Dietrich, der Kriemhild und Etzel zu Diensten steht, gegen ihn und gegen Gunther kämpfen. Er besiegt und fesselt beide nacheinander und bittet Kriemhild darum, Gnade gegenüber ihnen zu zeigen. Sie erfüllt aber ihr Verlangen nach Rache und lässt Gunther köpfen, und da Hagen nicht verraten will, wo er den Nibelungenhort versteckt hat, köpft sie ihn selbst mit Balmung. Letzten Endes wird Kriemhild weggebracht und die Geschichte endet in Tränen.

2. Kommentare zum Stil und zur Form

Franz Fühmanns Stil bleibt lakonisch wie in dem mittelalterlichen Epos, doch anders als bei vielen seiner anderen Werke schreibt er hier nicht im Kinderbuchton; im Gegenteil, er hält sich tatsächlich an die Lakonik des Originals und übt sich in einer Art Monotonie. Durch und durch herrscht der absolute, tödliche Ernst, der in seiner Monotonie allein dadurch spannend wird, dass der Leser dem Erzähler beim Knotenbinden zusehen darf. Fühmann gelingt es, die durchkomponierte Struktur der Sage mit ihren Spiegelungen, Kontrasten und Andeutungen deutlich herauszustellen.

Bei diesem Roman handelt es sich um eine schwer zu definierende Form; einerseits könnte man sie als geschlossene Form ansehen, wie es der sozialistische Realismus befürwortet, denn der Roman ist ein hierarchisiert organisiertes Ganzes, die Geschichte verläuft chronologisch, auch wenn ein paar Rückblenden beschrieben werden. Der Aufbau des Textes erinnert an den eines Dramas – Exposition, Steigerung, Höhe/Wendepunkt, Verzögerung und Katastrophe – und die Symmetrie ist durchaus erkennbar. Vergleichbar ist auch, dass der Anfang der Erzählung voraussetzungslos ist und das Ende endgültig, ohne jegliche Möglichkeit, das Geschehene wiedergutzumachen. Außerdem hält sich der Schriftsteller an die strengen Regeln der Personenverteilung, der Ständeklausel und des hohen – mittelalterlichen obgleich modernisierten – Redestils, und zwei Lager werden dargestellt, was an die Schilderung der sozialen Wirklichkeit erinnern könnte, obwohl es hier nicht die Bauern (beziehungsweise die Arbeiter) und das Bürgertum sind, sondern die "Guten" und die "Bösen" in einer manichäischen Auffassung. Jedoch wird die Einheit des Ortes, der Zeit und der Handlung nicht eingehalten. Und andererseits kommen auch Charakteristika der offenen Form zum Vorschein: Denn es werden eigentlich Einzelsequenzen dargestellt, auch wenn sie chronologisch miteinander verbunden sind. Die individuelle Erfahrung dominiert die Erzählung, und einzelne Geschehnisse bilden den Schwerpunkt; am Ende münden sie dann in die Katastrophe. Letzten Endes wird an die Form des Epos angeknüpft und dieses bleibt unabhängig von der offenen oder geschlossenen Form des Romans.

II. Das literarische Erbe

In der Literatur der Deutschen Demokratischen Republik kam am Ende der 60er Jahre seitens der Schriftsteller und Denker eine Überlegung über das literarische Erbe zum Vorschein, die zum Teil an die Debatte der 30er Jahre um das Kulturerbe und den Expressionismus anknüpfte. Künstler und Dichter mussten sich des Öfteren mit den staatlichen Autoritäten auseinandersetzen: Die Fragen der Kunst und der Kultur waren nämlich auch politische Fragen, da die Gesellschaft auch in diesem Bereich der staatlichen Planung und Lenkung ausgesetzt war. So enstand eine Diskussion um das literarische Erbe, die versuchte, zwischen dem sozialistischen Realismus – seiner erwünschten Identität und seinen Zukunftsvorstellungen – und den literarischen Werken der nicht-sozialistischen Gesellschaften Brücken zu schlagen. Das Erbe als Begriff hat in diesem Rahmen der DDR mehrere Bedeutungen: Einige Schriftsteller – wie zum Beispiel Anna Seghers oder Bertolt Brecht – kehrten mit Werken aus dem Exil zurück, die durch ihre sofortige Einreihung unter die Werke der DDR-Literatur an das alte Deutschland wieder anknüpften; andere Autoren haben sich für die Romantik und für die Klassik interessiert und verfassten Werke über Persönlichkeiten dieser Epochen, wie zum Beispiel Sigrid Damm, die über Caroline Schlegel-Schelling, Cornelia Goethe und Lenz geschrieben hat, oder wie Jens Sparschuh über Goethes und Eckermanns Gespräche. Eine dritte Bedeutung des literarischen Erbes ist die der Nacherzählung und Wiederaufnahme der Weltliteratur, der Mythen und der Antike. Fühmanns nacherzähltes Epos ordnet sich dieser Kategorie unter – insofern als man von Kategorien sprechen kann – so wie andere Schriftsteller, z.B. Christa Wolf mit ihren Werken Kassandra oder Medea-Stimmen.

Warum also empfindet Franz Fühmann das Bedürfnis, sich mit der Sage der Nibelungen, mit diesem Mythos, diesem Epos auseinanderzusetzen? Einerseits ist es der Literatur und der Bildung wegen. DDR-Kinder kannten zum Beispiel einen Thomas Mann nicht mehr, und Schriftsteller wollten sie deshalb zu dieser Zeit literarisch und kulturell erziehen. Deshalb entschließt sich Fühmann dazu, die Nibelungensage wiederaufzunehmen; die Kinder sollen nämlich ihr literarisches Erbe weiterreichen können. Also ist dieses Bedürfnis auch damit gerechtfertigt, dass Fühmann die Rettung, die Erhaltung und den Fortbestand der vergangenen Werke und im weiten Sinne der deutschen Literatur anstrebt. Franz Fühmann setzt sich insofern für eine Änderung der Kulturpolitik in der DDR ein.

Andererseits beschäftigt sich der Schriftsteller aus persönlichen und geschichtlichen Gründen mit der Sage. Denn zur Frage nach der politischen Rolle des Romans kann man sagen, dass Franz Fühmann sich bei der Niederschrift des Romans und bei der Bearbeitung des epischen Stoffs gleichzeitig mit dem Nationalsozialismus und mit dem Kommunismus, beziehungsweise Sozialismus, auseinandersetzt. Tatsächlich ist es so, dass man im Nationalsozialismus die Wiederkehr der germanischen Größe und des Heldentums, der germanischen Gefolgstreue und des männlichen Rittertums feierte und die Idee des deutschen Volkstums mit diesen „germanischen Tugenden“ unterlegte. Man berief sich auf die schöpferischen Kräfte der Germanen, denen das Dritte Reich wieder Lebensmöglichkeiten gebe. Das Nibelungenlied wurde so als Träger nationaler Ideen instrumentalisiert und missbraucht, wie zum Beispiel von Hermann Göring, der die Lage der deutschen Soldaten im Kessel von Stalingrad mit der Lage der Nibelungen im brennenden Saal verglich. Nach 1945 war das Nibelungenlied wegen der Inanspruchnahme des Stoffes durch den Nationalsozialismus zunächst mit einem Tabu belegt, und jahrelang gab es keine zeitgemäße Prosafassung. Fühmann, der zur Zeit des Krieges mit den Nazis kollaboriert hatte, schreibt dieses Werk aber zur Zeit der DDR und nach seiner Bekehrung zum Kommunismus. Doch zum Zeitpunkt seiner Verfassung 1971 mag er bereits daran gezweifelt haben, ob der Sozialismus die richtige Lösung sei, denn zwei Jahre später schreibt er das Tagebuch Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens und ab da setzt er sich zunehmend kritisch mit der sozialistischen Gesellschaft der DDR auseinander. Also möchte Fühmann nicht nur den heldenepischen Stoff aus einer geschichtlichen Sicht rehabilitieren, sondern auch im politischen Kontext der DDR die Bürger auf gewisse Mißstände, u.a. die Überwachung durch den Staat, aufmerksam machen. In dieser Hinsicht spielen die Sinne eine wichtige Rolle, weil Sehen und Gesehen-Werden zwei lebensbestimmende Taten in der DDR sind; im Kapitel „Wie Brünhild zu Worms empfangen wurde“ (S. 64) ist der Blick zentral, was die Wiederholung der zwei Sätze „Das sah Siegfried“ und „Das sah Brünhild“ bestätigt, vor allem weil sie die zwei entgegengesetzten Lager vertreten. Das Gehör ist ebenfalls durchaus wichtig, wie zum Beispiel im Kapitel „Wie Herr Dietrich mit Gunther und Hagen kämpfte“ (S. 219) : „Das hörte Dietrich“. Man könnte aber auch in der wiederkehrenden Thematik des Geschenks eine Metapher des Kommunismus sehen und damit eine Lobpreisung dieses Regimes als eines, das in Reichtum mündet: In der mit „Wie Kriemhild von Etzel empfangen wurde“ benannten Aventüre (S. 141) verschenken die Königin und die Untertanen alles, was sie besitzen und teilen es also nach kommunistischer Art: „Was sie noch besaß, das verschenkte sie, und alle verschenkten, was sie besaßen, und das Gold glitt durch die Stadt wie durch die Adern das rote Blut“.

Außerdem mache es der Mythos möglich, „die individuelle Erfahrung, mit der man ja wiederum allein wäre, an Modellen von Menschheitserfahrungen zu messen“, wie es Fühmann in seinem Essay Das mythische Element in der Literatur (1974) formuliert hat. Fühmanns nacherzähltes Epos handelt von der übergroßen Macht der Liebe und von der nicht kleineren Macht des Todes – vom Töten, vom Getötet-Werden und von der Angst davor. Die Mythen sind für Fühmann keine in einer fremden Welt angesiedelten Götter- und Heroengeschichten, sondern zu allererst Menschengeschichten. Hier findet keine Flucht vor der Wirklichkeit statt, vielmehr wird der Mythos zum Schlüssel, der aktuell erfahrene Wirklichkeit aufzuschließen hilft, aber gleichzeitig auch zur Schilderung der zu späten Einsicht in die eigene Schuld.

Schließlich hat es Fühmann aber trotzdem geschafft, die Nibelungensage zu rehabilitieren, und dies bestätigen die vielen Werke über dieses Epos, die später verfasst oder gedreht worden sind, wie zum Beispiel Stephan Grundys Rheingold, Jürgen Lodemanns Siegfried und Krimhild oder Wolfgang Hohlbeins Hagen von Tronje.

Bibliografie

Das Nibelungenlied - Neu erzählt von Franz Fühmann, Deutscher Taschenbuch Verlag, Reihe Hanser, 4. Auflage, 2011

 

Pour citer cette ressource :

Morgane Deutsch, ""«Das Nibelungenlied» - Neu erzählt von Franz Fühmann"", La Clé des Langues [en ligne], Lyon, ENS de LYON/DGESCO (ISSN 2107-7029), décembre 2013. Consulté le 21/07/2019. URL: http://cle.ens-lyon.fr/allemand/litterature/rda-et-rfa/litterature-de-rda/das-nibelungenlied-neu-erzahlt-von-franz-fyhmann-