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Alain Claude Sulzer

Par Franziska Suppee
Publié par Marie Laure Durand le 11/06/2013
Mitten während der atemberaubenden Hammerklaviersonate von Beethoven klappt der weltberühmte Starpianist Marek Olsberg den Deckel des Flügels mit den Worten „Das war’s dann“ zu und verlässt die ausverkaufte Berliner Philharmonie. Ab diesem Moment scheint alles aus den Fugen zu geraten… Alle Figuren in Sulzers Roman haben eines gemeinsam: Auf die eine oder andere Weise verändert dieses Konzert ihr Leben.

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Alain Claude Sulzer wurde am 29.05.2013 anlässlich der Assises Internationales du Roman in Lyon von Franziska Suppee interviewt.

"Aus den Fugen"

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Mitten während der atemberaubenden Hammerklaviersonate von Beethoven klappt der weltberühmte Starpianist Marek Olsberg den Deckel des Flügels mit den Worten „Das war’s dann“ zu. Ganz ohne Erklärungen lässt er die Berliner Philharmonie und das völlig verblüffte Publikum hinter sich. Ab diesem Moment scheint alles aus den Fugen zu geraten… Sulzer berichtet aus dem Leben mehrerer Figuren, welches auf die eine oder andere Weise durch dieses Konzert verändert wird. Dies alles geschieht aus der subjektiven Sicht seiner Helden und eröffnet dem Leser somit tiefe und bewegende Einblicke in deren Psyche. Da ist unter anderem Esther, die wegen ihrer zu frühen Heimkehr die heimliche Affäre ihres eigenen Mannes aufdeckt oder Sophie, welche von dem Verhältnis zwischen ihrem Geliebten und ihrer Nichte erfährt. Alain Sulzer verbindet die verschiedenen Schicksale der Figuren geradezu kompositorisch miteinander.
 

Etwa drei Minuten vor dem Ende des letzten Satzes der Hammerklaviersonate, diesem Meilenstein der Klaviermusik, etwa nach neun Minuten Spiel, kurz vor Erreichen des Ziels, hielt Marek Olsberg unvermittelt inne und hob langsam die Hände. Daß das Stück nicht zu Ende war, sondern daß er es vorzeitig abgebrochen hatte, daß jetzt also etwas Außergewöhnliches geschah, war auch denen sofort klar, die diese Sonate nie zuvor gehört hatten und mit den Gepflogenheiten von Soloauftritten nicht oder noch nicht vertraut waren... (Aus den Fugen, S. 111)

Fragen an Alain Claude Sulzer

Sie sind bilingual aufgewachsen, Ihre Mutter ist Französin, sie pendeln zwischen drei verschiedenen Ländern, sind Schweizer, schreiben aber auf Hochdeutsch und übersetzen ins Französische. Wie würden Sie ihre Beziehung zur Sprache beschreiben? Haben Sie sich schon mal vorgestellt, auf Schwizerdütsch zu schreiben?

Inwieweit, würden Sie sagen, spielt Berlin für Sie eine wichtige Rolle im Roman Aus den Fugen?

Ihr Roman Aus den Fugen hat eine klare Komposition. In 15 Strängen werden die Schicksale der Figuren geschildert. Sie selbst sind musikalisch ausgebildet und spielten Querflöte. Hatten Sie diese Konstruktion bereits zu Beginn des Romans im Kopf?

Die Welt, in der Olsberg lebt ist eine knallharte Branche - man muss Höchstleistungen erbringen… Sehen Sie hier Parallelen zur Buchbranche?

Wenn man Ihre bisherigen Werke und die darin verarbeiteten Themen betrachtet, spielen die Einsamkeit und die Sehnsüchte Ihrer Figuren, sowie die Auseinandersetzung mit Homosexualität immer wieder eine tragende Rolle. Inwieweit sind dies inspirierende Faktoren für Ihre Erzählungen und können Sie vielleicht etwas zu den geschichtlichen Hintergründen Ihrer Erzählungen sagen?

Nirgends stecken so viele Weisheiten, Emotionen und Erfahrungen wie in den Büchern, von denen man lernen kann. Finden Sie der Gedanke, dem Leser etwas mit auf den Weg zu geben, ist in der heutigen Zeit ein wenig verloren gegangen?

Rezensionen

Video Literaturclub SRF: srf.ch/player/tv/literaturclub/video

Zum anhören: br.de/radio/br-klassik

Pressestimmen
faz.net
zeit.de
galiani.de/buecher/alain-claude-sulzer-aus-den-fugen

Alain Claude Sulzer

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Foto: Isolde Ohlbaum

Biografie : galiani.de

Le texte d'Alain Claude Sulzer sur le secret

 

Pour citer cette ressource :

Franziska Suppee, "Alain Claude Sulzer ", La Clé des Langues [en ligne], Lyon, ENS de LYON/DGESCO (ISSN 2107-7029), juin 2013. Consulté le 23/09/2018. URL: http://cle.ens-lyon.fr/allemand/litterature/litterature-contemporaine/entretiens/alain-claude-sulzer-