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Vous êtes ici : Accueil / Revue de presse / 17. März 2019 - Luisa Neubauer und die Klimabewegung

17. März 2019 - Luisa Neubauer und die Klimabewegung

Publié par Cécilia Fernandez le 17/03/2019

Die Profis sind da

Julia Anton und Sarah Obertreis (FAZ, 15/03/2019)

Mit der Übergabe einer Petition haben sich am Freitag offiziell 23.000 Wissenschaftler hinter die Streikenden gestellt. Die Bewegung braucht die Schützenhilfe dringend – aber auch die Forscher profitieren von den Jugendlichen.

Fragt man die Aktivisten von Fridays for Future (FFF) nach ihren Forderungen, sind sie nach drei Sätzen fertig. Den Kohleausstieg bis spätestens 2030, nicht wie von der Bundesregierung vorgesehen bis frühestens 2035, nennen die Schüler zuerst. Dann kommt das Pariser Klimaabkommen mit der Vereinbarung, die Erderwärmung möglichst bei 1,5 Grad zu begrenzen. Der dritte Satz variiert, je nachdem, wen man fragt. „Fliegen muss teurer werden“, sagt Luisa Neubauer, das Gesicht der deutschen Klimabewegung, etwa.

Mehr und konkretere Wünsche lassen sich die Aktivisten nicht entlocken. Details tun für die Bewegung nichts zur Sache, erklärt der 18 Jahre alte Jakob Blasel, Mitinitiator der deutschen FFF-Proteste. Die Aktivisten nutzen ihr Kindsein als Argument dafür, dass sie keine differenzierten Forderungen brauchen. Sie sagen, darum sollten sich die Wissenschaftler und Politiker kümmern.

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"Protestieren geht über Studieren"

Finn Holitzka (taz, 15/03/2019)

Interview mit Luisa Neubauer

Es gebe kein Recht auf SUVs, sagt Luisa Neubauer, Mitorganisatorin von Fridays for Future in Berlin. Am Freitag protestieren SchülerInnen in über 100 Ländern.

Frau Neubauer, geben die Demonstranten von Fridays for Future zu einfache Antworten auf komplexe Fragen?

Wir stehen vor der größten Transformation der Menschheit, darüber gibt es keine Illusionen. Was es braucht, sind klare Antworten auf große Fragen. Das heißt nicht, dass die Komplexität verneint wird, sondern, dass wir die Dinge auf den Punkt bringen, wie etwa Greta (Thunberg) das tut.

Wann werden die Demonstranten genauer ausformulieren, was sie möchten?

Ich glaube, es ist nicht unsere Aufgabe, der Politik im Detail durchzudeklinieren, was sie zu tun hat. Unsere Aufgabe ist es, aufzuzeigen, dass gehandelt werden muss – und zwar schnell. Und eben, moralische Konsequenzen zu ziehen. Es gibt kein Recht auf SUV-Fahren, es gibt aber ein Recht auf die eigene Lebensgrundlage: Artikel 20a Grundgesetz. Das wird gerade terrorisiert.

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Mit voller Wucht

Daniel Erk (Zeit Online, 14/03/2019)

Luisa Neubauer ist das deutsche Gesicht der Klimaproteste. Wie wurde sie zur Aktivistin einer globalen Bewegung? Eine Begegnung auf Demonstrationen in Paris und Berlin

Der perfekte Tag, um das Klima zu retten, ist natürlich immer heute. Manche Tage aber sind noch besser.

Ende Februar, hell und warm scheint die Sonne über der Place de la République in Paris, keine Wolke ist am Himmel. Am Fuß des Monuments in der Mitte des langen Platzes stehen, von 60 Journalisten und mehreren Fernsehteams umlagert, die 16-jährige Greta Thunberg und weitere Heldinnen der europäischen Klimastreik-Bewegung #Fridays4Future.

Da sind Adelaïde Charlier, Kyra Gantois und Anuna de Wever, die in Brüssel am Vortag 10.000 Jugendliche auf die Straße gebracht haben. Da ist Romaric Thurel von der französischen Nichtregierungsorganisation Youth for Climate, der die heutige Demo durch das 9. Arrondissement angemeldet hat. Und da ist die 22-jährige Luisa Neubauer. Dunkel gekleidet, blaue Bluse, Jeans, Stiefel.

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Klimaschutz: "Noch entschiedener und schneller handeln"

Annette Kögel (der Tagesspiegel, 16/02/2019)

In wenigen Jahrzehnten wird Berlins Urlauberinsel Fehmarn wohl überflutet. Luisa Neubauer von „Fridays for Future“ zu den immer größeren Schulstreik-Demos.

Eine Alarmmeldung nach der anderen beschäftigt viele Berlinerinnen und Berliner, andere verdrängen sie zum Selbstschutz. Die Nasa spricht von „verstörenden“ riesigen Schmelzhohlräumen unter Antarktisgletschern, im Himalaya ist weit mehr Eis als Süßwasserspeicher abgeschmolzen als gedacht. Für die deutschen Inseln, auf denen viele Hauptstädter mit ihren Familien gern Urlaub machen, sind die Prognosen zum Meerespegelanstieg erschütternd, wie zuletzt auch die Lübecker Nachrichten am Beispiel der Ostseeinsel Fehmarn berichteten.

Die Grafik zeigt die mittlere Projektion laut Alfred-Wegener-Institut (AWI) für die nahe Zukunft der beliebten Berliner Urlauberinsel: Demnach sind 80 Zentimeter Meeresanstieg in 80 Jahren realistisch, Sturmfluten können weit über einen Meter auflaufen. Auch 160 Zentimeter seien möglich, wenngleich - bislang - weniger wahrscheinlich. Wer selbst andere Orte der Welt wie die Nordseeküste oder die Malediven nachschlagen will: bei Firetree oder Surging Seas.

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Luisa Neubauer

Jasmin Siebert (Süddeutsche Zeitung, 12/02/2019)

Initiatorin der Klimastreiks in Berlin, inspiriert von Greta Thunberg

Eigentlich sollte Luisa Neubauer in diesen Tagen an ihrer Bachelorarbeit über nachhaltige Anlagestrategien sitzen. Doch die hat die 22-jährige Geografiestudentin aus Göttingen erst mal hintangestellt, seitdem sie auf der Klimakonferenz in Katowice Greta Thunberg kennengelernt hat. Thunberg streikt in Schweden seit vergangenem Sommer für das Klima, laut Time gehört sie zu den einflussreichsten Teenagern des Jahres; und sie inspirierte Luisa Neubauer. Die beschloss, auch in Deutschland Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für eine nachhaltigere Klimapolitik auf die Straße zu bringen.

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