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"Das Leben der anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck (2006)

Par Louise Amazan
Publié par Marie-Laure Durand le 16/12/2007
"Das Leben der Anderen" gehört zu einer Reihe von Filmen über die damalige DDR. Diese Filme waren alle mehr oder weniger lustig und behandelten dieses Thema humorvoll. Die sogenannte Ostalgie, die in "Good bye, Lenin" dargestellt wurde, ist nun vorbei. Es ist die Zeit der schmerzhaften Erinnerung, die zu oft verdrängt wurde. Nach der Wiedervereinigung haben Arbeitslosigkeit und das Gefühl, ausgestoßen zu sein, die Ostdeutschen dazu veranlasst, die DDR zurückzuwünschen...

Das Leben der Anderen versucht die DDR-Vergangenheit unparteiisch zu schildern. Durch die Geschichte eines aus zwei Stars bestehenden Ehepaars hat der Regisseur, Florian Henckel von Donnersmarck, ein Beispiel für die Handlungsweise der geheimen Polizei, der Stasi, angeführt. Diese Erzählung ist für manch damaligen Bürger der DDR eine Realität gewesen. Der Film beschreibt eindrucksvoll dieses Spinnennetz, das rund um die Leute eine Welt der Angst und des Verdachts ausbreitete.

Georg Dreyman ist ein Dramatiker, der zu der intellektuellen Elite der DDR gehört - er hat den höchsten Preis dieses Staats bekommen. Er liebt seine Hauptschauspielerin, Christa-Maria Sieland, mit der er lebt. Aber diese schöne Künstlerin zieht andere Blicke nach sich : Minister Hempf will sie zu seiner Geliebten machen. Dieses Begehren lässt ihn einen machiavellistischen Plan aushecken.

Georg Dreymann wird also der verdächtige Laszlo, und die Stasi setzt alles daran, ihn zu verhaften. Der Selbstmord seines Freundes macht ihn zum offenen Feind des Regimes; er schreibt in dem westlichen Magazin der Spiegel einen Artikel über die unbekannte Statistik der Selbstmordfälle in der DDR. Christa Maria, die schwächer ist, nimmt unwillkürlich teil an diesermOV. Sicher, dass sie Dreyman kompromittiert hat,  wird sie am Ende auf der Straße von einem Lkw überfahren und erliegt den schweren Verletzungen, während Stasi-Agenten  Dreymans Wohnung  nach Beweisen durchsuchen.

Aber eine Figur erscheint in diesem Film, die den Dramatiker und seine Frau zu schützen versucht. Es ist ein Stasi-Offizier, der sich aber beim Abhören des Lebens der  Anderen wandelt. Etwas wie Mitleid ergreift ihn und er wirft die Maske des gefühllosen Offiziers von sich. Er hört das Leben des Ehepaars ab und versteht dabei die Sinnlosigkeit seiner Mission. Die miese Liebesaffäre des Ministers Hempf ist der Grund, weshalb er das Vertrauen in die guten Ziele des Regimes verliert, das ihn dazu geführt hatte, ein Spitzel zu werden.

Durch diese Figur entzieht sich der Film einer manichäisch einseitigen Darstellung. Diese Geschichte betont die Schwierigkeit, diese Periode zu begreifen. Figuren werden zu Symbolen der gemeinsamen Geschichte.

Weitere Kommentare

"Der junge deutsche Film seit 1998" von Volker Wehdeking in: Germanica 44/2009
Jens Gieseke: Der traurige Blick des Hauptmanns Wiesler (April 2006): zeitgeschichte-online.de

Weitere Materialien

Der Film auf Filmportal.de

Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung : bpb.de

Der Film im Deutschunterricht

Proposition didactique de F. Menot et M.-H. Salamito (2010) : allemand.ac-creteil.fr
goethe.de
Pour citer cette ressource :

Louise Amazan, ""Das Leben der anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck (2006)", La Clé des Langues [en ligne], Lyon, ENS de LYON/DGESCO (ISSN 2107-7029), décembre 2007. Consulté le 21/10/2018. URL: http://cle.ens-lyon.fr/allemand/arts/cinema/das-leben-der-anderen-von-florian-henckel-von-donnersmarck-2006-