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Presseschau vom 28. November bis zum 5. Dezember

Publié par MDURAN02 le 12/12/2007
von Christophe Lehousse, Journalist  

Pisa-Studie: Deustchland im Fortschritt

Mit der deutschen Schule geht es wieder aufwärts. Zumindest, wenn man sich nach den Angaben der neuen Pisa-Studie richtet. Laut diesem Experiment, das die Leistungen der 15-Jährigen Schüler aus allen OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)-Ländern vergleicht, hat Deutschland die katastrophalen Ergebnisse, die die erste Pisa-Studie im Jahre 2000 diagnostiziert hatte, wieder korrigiert. So ist es von Platz 20 und Noten unterhalb des Durchschnitts in den Naturwissenschaften wieder auf Platz 8 in der aktuellen Studie gerückt. Auch im Lesen sind die Fortschritte deutlich zu sehen: von Platz 21 hin auf Platz 14. Die Zeitung Die Welt schrieb diese Verbesserung den Reformen der letzen Jahre im Bildungswesen zugute, deutete aber auch darauf hin, dass damit das Grundproblem des deutschen Schulsystems nicht aus der Welt geschafft sei: immer noch gäbe es eine zu enge Koppelung zwischen Bildungsleistung und sozialer Herkunft, wie es auch die letzte Pisa-Studie bestätigt.

Einheitsdemonstration der CDU auf ihrem Parteitag

Einstimmigkeit ist wohl das passendste Wort, um die Stimmung auf dem Parteitag der CDU, der bis Montag den 3. gedauert hat, zu beschreiben. Zunächst, weil sich alle 1001 Delegierten, auer einer Gegenstimme, für das neue Grundsatzprogramm der Partei ausgesprochen haben. Das heißt für eine Lockerung des Kündigungsschutzes und weitere Reformen am Arbeitsmarkt, für den Einsatz der Bundeswehr für die innere Sicherheit, oder auch noch für die Nutzung der Atomkraft, die in diesem Programm als unverzichtbar bezeichnet wird. Eine solche Einstimmigkeit war auch dann mühelos zu finden, als es darum ging, der Türkei nur eine privilegierte Partnerschaft anzubieten, an Stelle des auf europäischer Ebene zugesagten Beitritts.

Für den Spiegel war das alles in allem das erwartete liberale Programm mit konservativen Einsprengseln. Viel überraschender fand die Zeitschrift allerdings die Einstimmigkeit, die Angela Merkel auf diesem Parteitag erzielen konnte. Tatsächlich scheint die Kanzlerin innerhalb ihrer Partei alle ihre Rivalen gezähmt zu haben. Was der Spiegel mit diesen Worten kommentierte: Auf dem Parteitag wurde deutlich: die CDU ist jetzt auf dem Weg zu jener Kanzlerpartei, die sie zuletzt unter Helmut Kohl war. Dass sich die Tenöre der CDU dem Willen der Kanzlerin fügen hat wahrscheinlich einen ganz einfachen Grund: Anfang 2008 sind Landtagswahlen angesagt.

Der Kampf um den Mindestlohn geht weiter

Für Briefträger und auch manche Politiker war es ein hartes Stück Arbeit: den Mindestlohn in der Postbranche einzuführen. Seit vergangener Woche ist es soweit: die Tarifparteien haben sich geeinigt und diese Entscheidung soll bald von der Großen Koalition in ein Mindestlohngesetz aufgenommen werden. Da taucht schon wieder der nächste Versuch auf, diesen Beschluss noch rückgängig zu machen. Diesmal kommt der Widerstand nicht aus den Kreisen der CDU/CSU, die ohnehin diesem Mindestlohn gegenüber noch sehr skeptisch bleibt, sondern direkt von einem Arbeitgeber. Am Mittwoch dem 5. hat die Pin-Group, die dem Springer-Konzern gehört, angekündigt, dass sie wegen diesem neuen Mindestlohn 1000 Arbeitsplätze demnächst abbauen wird. Für den Deutschen GewerkschaftsBund (DGB) ist das schlicht ein Erpressungsversuch auf dem Rücken der Beschäftigten. Die Gewerkschaft ruft die Große Koalition dazu auf, sich strikt an ihrer Entscheidung zu halten und sie sogar zu beschleunigen, insofern das Briefmonopol ab dem 1. Januar nächsten Jahres wegfällt. Angela Merkel aber sieht durch diese Ankündigung der Pin-Group ihre Einwände gegen die Einführung eines Mindestlohns bestätigt. Wir sind der Meinung, dass es nicht hilft, wenn nachher Tausende von Menschen Arbeitslosengeld -I oder -II Bezieher sind, weil wir an anderer Stelle einen zu hohen Mindestlohn zahlen, so hat die Kanzlerin auf die Meldung der Pin-Group reagiert. Sicher wird die SPD sich mit ihrem Vorschlag, den Mindestlohn in noch 8 weiteren Branchen einzuführen, schwer tun.

Pour citer cette ressource :

"Presseschau vom 28. November bis zum 5. Dezember", La Clé des Langues [en ligne], Lyon, ENS de LYON/DGESCO (ISSN 2107-7029), décembre 2007. Consulté le 23/10/2021. URL: http://cle.ens-lyon.fr/allemand/revue-de-presse/presseschau-vom-28-november-bis-zum-5-dezember