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21. Mai 2021 - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey tritt wegen Plagiatsaffäre in der Doktorarbeit zurück

Publié par Cécilia Fernandez le 21/05/2021

Darum geht es bei Giffeys Plagiatsaffäre

Kristin Haug (Spiegel Online, 19/05/2021)

Erst spricht die Freie Universität Berlin eine Rüge aus, dann rudert sie zurück und rollt das Verfahren zu Franziska Giffeys Doktorarbeit neu auf. Chronologie einer langwierigen Plagiatsaffäre.

Im Februar 2019 geht es los, da tauchen die ersten Meldungen über die Plagiatsvorwürfe gegen Franziska Giffey auf: »Wikipedia statt Habermas« titelt die »Süddeutsche Zeitung«, Franz Josef Wagner schreibt in der »Bild«-Zeitung an die SPD-Politikerin: »Ihre Doktorarbeit steht unter Plagiatsverdacht – und Sie am Rande der Schande. Obwohl nichts bewiesen ist, haftet der Verdacht wie ein übler Geruch an Ihnen.« Der »Tagesspiegel« fragt: »Wie gefährlich sind die Plagiatsvorwürfe für Giffey?«.

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Giffey tritt als Familienministerin zurück – Lambrecht soll übernehmen

Julia Bernewasser, Julius Betschka, Georg Ismar und Simone Windhoff (Der Tagesspiegel, 19/05/2021) 

Nach der Diskussion um ihren Doktortitel hat Franziska Giffey ihren Rücktritt eingereicht. Kanzlerin Merkel hat dazu ihr Bedauern geäußert. 

In der Affäre um ihren Doktortitel hat Familienministerin Franziska Giffey (SPD) ihren Rücktritt eingereicht. Sie habe Bundeskanzlerin Angela Merkel um ihre Entlassung gebeten, teilte Giffey am Mittwoch mit. Hintergrund sei die Diskussion um ihren Doktortitel. 

In einer Presserklärung teilte die SPD-Politikerin mit: „In den letzten Tagen sind erneut Diskussionen um meine Dissertation aus dem Jahr 2010 aufgekommen. Nachdem die Freie Universität Berlin bereits im Jahr 2019 eine zweite Überprüfung der Arbeit vorgenommen und eine Entscheidung auf Nichtaberkennung des Titels getroffen hat, wurde das Verfahren im Jahr 2020 erneut aufgerollt. Dies geschah über ein Jahr nach dem abschließenden und rechtskräftigen Verwaltungsakt aus dem Jahr 2019. Ich habe daraufhin erklärt, meinen Titel nicht mehr zu führen, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.“

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Die Folgen geistiger Eigentumsdelikte

Roland Preuß (Süddeutsche Zeitung, 20/05/2021)

Immer wieder haben Plagiatsaffären bei akademischen Abschlussarbeiten die Karriere von Politikern beendet. Bei Bundesfamilienministerin Franziska Giffey könnte das anders sein.

Karl-Theodor zu Guttenberg, Annette Schavan, nun auch Franziska Giffey. Alle drei Mitglieder des Bundeskabinetts haben im Zuge von Plagiatsaffären ihre Ämter verloren. Und doch passt die zurückgetretene Bundesfamilienministerin nicht so ganz in diese Reihe der Rücktritte. Für Guttenberg und Schavan bedeutete der Rückzug das Ende ihrer politischen Karriere. Franziska Giffey aber könnte die erste sein, die trotz Rücktritt und einer Aberkennung ihres Doktorgrades weiterhin ganz vorne mitmischt in der deutschen Politik. Das hat auch damit zu tun, wie sie mit der Affäre umgegangen ist - eine Aufgabe, an der einige vor ihr gescheitert sind.

Seit der Plagiatsaffäre des damaligen Verteidigungsministers Guttenberg 2011 ist klar, welcher Karrierekiller ein Plagiatsverfahren sein kann. Der damalige Umfragekönig scheiterte mit dem Versuch, die ungekennzeichnete Übernahme fremden geistigen Eigentums in seiner Doktorarbeit als Problem falsch gesetzter Fußnoten kleinzureden und den Vorwurf als "abstrus" abzukanzeln (später bereute er diese Reaktion und nannte sie "dumm und töricht").

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Es geht um mehr als Frau Dr. Giffey

Ein Kommentar von Jan-Martin Wiarda (Spiegel Online, 19/05/2021)

Franziska Giffey tritt als Familienministerin zurück. Ist die politisch-wissenschaftliche Affäre um die Doktorarbeit der SPD-Politikerin damit ausgestanden? Nein.

Franziska Giffey ist von ihrem Amt als Bundesfamilienministerin zurückgetreten. Sie stehe weiterhin zu ihrer Aussage, dass sie ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben habe, teilte sie mit. »Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind.« Ein Schuldeingeständnis? Irgendwie ja, irgendwie aber auch nicht. In jedem Fall ist Giffeys heutige Bitte an Bundeskanzlerin Merkel, sie aus dem Amt zu entlassen, in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.

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Aber für Berlin reicht's. Oder?

Stefan Reinecke (taz, 19/05/2021)

Wegen ihrer Plagiatsaffäre tritt Franziska Giffey als Ministerin zurück. Spitzenkandidatin für die Wahl in der Hauptstadt will sie bleiben. Geht das? Ein Pro und Contra.

Ja,

Doktortitel entscheiden mit über berufliche Karrieren, der Entzug erst recht. Die Uni­ons­po­li­ti­ke­r:in­nen Karl Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan sind prominente (Fall-)Beispiele. Ist Franziska Giffey politisch noch tragbar? Ja! Giffeys Verzicht auf das Amt der Familienministerin ist folgerichtig, der Verzicht auf die Spitzenkandidatur als Berliner Bürgermeisterin wäre überzogen. Die Wäh­le­r:in­nen und keine Uni sollten im September über die Karriere der #Gutelaunepolitikerin entscheiden.

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