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15. Oktober 2020 - Anne Weber erhält den Deutschen Buchpreis für ihren Roman «Annette, ein Heldinnenepos»

Publié par Cécilia Fernandez le 15/10/2020

Ein Alleingang in freien Versen

Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung, 12/10/2020)

Anne Weber erhält für ihr Werk "Annette, ein Heldinnenepos" den Deutschen Buchpreis - und dankt im Frankfurter Römer vor allem dem Vorbild ihrer literarischen Figur.

Den Deutschen Buchpreis des Ausnahmejahres 2020 hat am Montagabend die in Frankreich lebende deutsche Schriftstellerin Anne Weber für ihren Versroman "Annette, ein Heldinnenepos" (Matthes & Seitz) bekommen. Die Preisverleihung, normalerweise der vor neugierigen, tratschlustigen Buchmenschen brummende Auftakt einer Messewoche, war in diesem Jahr für die meisten Menschen nur im Videostream zu sehen. Unbehaglich saßen nur die wichtigsten Protagonisten vereinzelt in der Weite des Kaisersaals im Frankfurter Römer.

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Anne Weber erhält Deutschen Buchpreis

Sabine Peschel (Deutsche Welle, 12/10/2020)

"Annette, ein Heldinnenepos" von Anne Weber hat zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den Deutschen Buchpreis für den Roman des Jahres erhalten.

Digital und dezentral findet die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr statt, doch der Auftakt ist auch 2020 noch analog: Die Vergabe des Deutschen Buchpreises für das Buch des Jahres geschah wie seit vielen Jahren im Frankfurter Römer - vor kleinem, aber feinem Publikum: Fünf der sechs auf der Shortlist nominierten Autor*innen waren vor Ort, ein paar Verlagsmenschen, Vertreter*innen der Stadt Frankfurt und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Techniker*innen und Journalist*innen. Alle anderen Interessierten konnten die Preisvergabe per Video-Livestream oder im Radio verfolgen.

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Ein Epos für unsere Zeit

Tilman Spreckelsen (FAZ, 12/10/2020)

Anne Weber bekommt den diesjährigen deutschen Buchpreis für „Annette, ein Heldinnenepos“. Sie schildert darin das Leben einer französischen Widerstandskämpferin in freien Versen. Was macht diese Form so bezwingend?

Es ist vielleicht die überraschendste Entscheidung, die die Jury des Deutschen Buchpreises in diesem Jahr fällen konnte: Aus einer Shortlist mit lauter in den Feuilletons hochgelobten Büchern wie Thomas Hettches Marionettenbühnen-Roman „Herzfaden“ oder Christine Wunnickes just mit dem Raabe-Preis ausgezeichnetem Roman „Die Dame mit der bemalten Hand“ wählten die Juroren Anne Webers Buch „Annette, ein Heldinnenepos“ und damit das in jeder Hinsicht ungewöhnlichste Werk.

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Deutscher Buchpreis geht an Anne Weber

Gerrit Bartels (Der Tagesspiegel, 12/10/2020)

Anne Weber erzählt in „Annette, ein Heldinnenepos“ das außergewöhnliche Leben von Anne Beaumanoir - und bekommt dafür verdient den Deutschen Buchpreis.

Als Anne Weber an diesem frühen Montagabend für ihr bei Matthes & Seitz erschienenes Buch „Annette, ein Heldinnenepos“ mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wird und sie sichtlich gerührt ihre Siegerinnenurkunde entgegennimmt, erklingt ein doch kräftiger Applaus in dem Raum des Frankfurter Römers, in dem die Verleihung stattfindet.
Business as usual, mag man meinen, weil eben doch gut fünfzig, sechzig Leute live mit dabei sind: die vier Autorinnen und zwei Autoren der Shortlist, die Jury, das technische Personal, die jeweiligen Verleger oder Lektorinnen, die Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friderichs, Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig und nicht zuletzt Moderatorin Cécile Schortmann, deren Kleid so schön rot leuchtet.

Man muss aber auch sagen: Diese Veranstaltung, mit der die Messe in der Regel beginnt, ist die einzige, die überhaupt noch an die Frankfurter Buchmesse der Vor-Corona-Zeit erinnert, sie ist das, was übrig geblieben ist.

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