Laure Gallouët (ENS Lyon)
Publié le :
4 octobre 2010
Arthur Schnitzler (1862-1931) wird oft als ein für Österreich typischer Schriftsteller bezeichnet. Im Jahre 1908 veröffentlichte er seinen ersten Roman,
Der Weg ins Freie, der im Wien 1898 angesiedelt ist. Schon die Übersetzung des Titels ins Französische (
Vienne au crépuscule) ist ein Hinweis darauf, dass Wien und das besondere Flair des Fin de Siècle eine wichtige Rolle im Roman spielen. Die Handlung zeigt die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Georg von Wergenthin, einem Vertreter der Aristokratie, und der bürgerlichen Anna Rosner. Es wird im Folgenden untersucht, inwiefern Arthur Schnitzler ein Spiegelbild der Wiener Gesellschaft um die Jahrhundertwende darstellt.